„Wenn man Sandwein trinkt, füllt man sich mit winzig kleinen Sternenkörnchen, und diese Körnchen tanzen im Blut wie die lebendig gewordene Milchstraße.“
Béla Hamvas, Philosophie des Weins

DER WEINBERG AUF DEM BARUTHER MÜHLENBERG
Auf dem Baruther Mühlenberg hat das Institut zur Entwicklung des ländlichen KulturRaums (I-KU) 2007 einen Weinberg angelegt und mehr als 1.300 Rebstöcke gepflanzt. Damit knüpft Baruth an seine jahrhundertealte Weinbautradition an und ist heute einer der wenigen Weinorte in Brandenburg
Abbildung aus: Landkarte der zum Fürstentum Querfurt gehörigen Ämter Jüterbog und Dahme, Matthäus Seutter, um 1750 / akg-images
Schon im 17. Jahrhundert waren in der Gegend um Baruth Weinbauflächen ausgewiesen. Damals zeigte das alte Baruther Stadtwappen drei Hügel, von einem großen Rebstock beherrscht. Noch Anfang des 20. Jahrhunderts schmückte eine üppige Rebe das neue Wappen und verwies auf die frühere Bedeutung des örtlichen Weinbaus.

Der Weinberg wird nach biologischen Anbaumethoden bewirtschaftet. Bei den Rebsorten handelt es sich um pilzresistente Neuzüchtungen – die Weißweine Helios, Johanniter, Solaris und der Rotwein Cabernet Cortis –, die für das hiesige Klima geeignet sind. Ausgewählt wurden sie vom Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg, dem Partner des Baruther Weinbergs. Die ersten Weintrauben wurden 2009 gelesen.
Seit 2007 findet das Baruther Weinbergfest statt, an dem die Bürger aus Baruth und Umgebung sowie Besucher aus der Hauptstadt regen Anteil nehmen.
DIE TRAUBEN AUF DEM WEINBERG

Helios Solaris Johanniter Cabernet Cortis